11. Mai 2015

Editorial — 2/2015

  Text: standpunktgrau  


Was braucht es, um ein Onlinemagazin zu machen?

Ideen, Zeit und Geld.

Leider haben wir zu wenig Zeit und erst recht kein Geld.
Und so ist dies nicht die zweite Ausgabe von standpunktgrau, für die wir hunderte Ideen haben und die wir nur zu gerne an diesem 11. Mai herausgebracht hätten. Dies ist vielmehr der Moment an dem wir innehalten, unsere Masterarbeiten schreiben und ein Konzept zur Finanzierung des Onlinemagazins standpunktgrau erarbeiten.

Denn wir sind es leid.

Ein Magazin braucht Menschen, die schreiben, filmen, fotografieren, illustrieren, Korrektur lesen, Webseiten designen, Texte einstellen, Ideen haben, Anfragen schreiben, Social Media Kanäle betreuen und noch vieles mehr machen. Ihnen nur ein freundliches Dankeschön oder die Aussicht auf Ruhm und Ehre anzubieten, ist uns einfach zu wenig. Wir können kein ehrliches Magazin über Utopie und Dystopie in der Kultur machen und uns gleichzeitig an der Ausbeutung der kreativen Klasse beteiligen.

Nein, wir geben nicht auf.

Wir scheitern temporär, treten einen Schritt zurück, blicken auf unsere Utopie eines Onlinemagazins und finden einen neuen Weg.
Wir wollen dieses Magazin machen. Wir werden dieses Magazin machen.
Oder wir brennen mit Dendemann durch und senden euch digitale Grußkarten.
Absender: GbR der Herzen.

standpunktgrau 3/2015
—September 2015

Rebecca Baasch
Katrin Lohbeck
Svenja Reiner

Lüneburg/Essen/Wuppertal, 2015